Warm-Up in der Hauptstadt: Mit der “Goldenen Kamera” am Samstag und dem Askania Award gestern Abend hat der diesjährige Auftakt zum Berlinale-Party-Marathon begonnen. Wenn auch noch niemand weiß, wer den “Goldenen Bären” der Filmfestspiele mit nach Hause nehmen darf,
so freuen sich doch wenigstens schon Armin Rohde und seine junge Kollegin Rosalie Thomass über die hübschen Zeitmesser der Berliner Traditions-Uhrenmanufaktur “Askania”. Die verlieh im “Chamäleon Theater” in den Hack’schen Höfen zum fünften Mal ihren Award, mit dem “das cineastische Schaffen großer Künstler” gewürdigt werden soll. Und obwohl Askania seit 140 Jahren u.a. vor allem Bord-Instrumente für Flugzeuge und Uhren produziert ist der Hang zum Filmgeschäft gar nicht so weit hergeholt: In den 20er Jahren des letzten Jahrhunderts avancierte die Firma zum bedeutendsten Hersteller für Filmproduktions- und Kinogeräte der Welt. Kein Wunder, dass man sich dieser Historie mit so einem Event gern erinnern möchte und bekannte Filmschaffende mit einem eigenen Preis beglückt. Armin Rohde wurde mit dem Askania Award für seine schauspielerischen Leistungen in Filmen wie „Contagion“, „Nachtschicht“ und „Der bewegte Mann“ geehrt. Seine junge Schauspielkollegin Rosalie Thomass, bekannt durch ihre Darstellungen in „Huck Finn“, „Das Leben ist nichts für Feiglinge“ und „Beste Gegend“, erhielt den Askania Shooting Star Award.” Rohde und Thomass folgen als Preisträger auf Natalia Wörner und Paula Kalenberg (2011), Sönke Wortmann und David Kross (2010), Nadja Tiller und Walter Giller (2009) sowie Artur Brauner (2008).
Rund 350 Gäste, darunter unter anderem Dieter Hallervorden, Luise Bähr, Susann Uplegger, Frank Kessler, Karoline Schuch, Ralph Herforth, Amelie Kiefer, Ina Paule Klink, Sonja Kerskes und Falk-Willy Wild, verfolgten die Verleihung im nostalgischen Ambiente des Ballsaals im Chamäleon
Theater und feierten zusammen mit den diesjährigen Preisträgern bis tief in die Nacht. Ein weiterer Höhepunkt der Award-Verleihung war neben einer Artistik-Performance aus dem Programm „Wunderkammer“ des Chamäleon Theaters eine Hommage an Hildegard Knefs malerisches Schaffen.
Der Knef-Vertraute Dieter Bornemann stellte fünf von der Diva gemalte Bilder zur Verfügung und betonte in einer kurzen Rede, wie facettenreich das Leben der Knef als Schauspielerin, Chansonsängerin, Schriftstellerin und Malerin war.



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